Bausanierung von alten Immobilien – Ab wann sich das lohnt

Eine komplette Bausanierung eines Altbaus ist eine Frage der Finanzen. Ob es sich lohnt, ein Objekt zu erhalten oder ob es lieber abgerissen werden sollte, kann man einem Fachmann überlassen. Aber die entscheidende Frage ist: Müssen Sie die komplette Sanierung an Handwerker geben, oder können Sie viel selber machen? Das ist oft der entscheidende Unterschied. Auch ob das Haus zunächst im Urzustand bewohnbar ist, oder nicht.

Was muss gemacht werden?

Zunächst sollten Sie ganz ehrlich auflisten, was zu machen ist. Dabei sollte unterschieden werden zwischen dringenden Arbeiten, wie Heizung oder Fenster, und Schönheitsarbeiten, wie Fassade.
Verhält es sich so, dass Sie zunächst schon einmal einen Teil des Hauses bewohnen können, oder zumindest einziehen können, wenn ein Teil der Arbeiten erledigt ist, können Sie ab diesem Zeitpunkt die Miete für die vorige Wohnung sparen, und damit bauen oder einen Kredit abzahlen.

Was kann man selber?

Im Prinzip ist anzuraten, dass alle sofort wichtigen Arbeiten an Handwerker vergeben werden sollten, sofern Sie nicht von Beruf Dachdecker oder ähnliches sind. Zu diesen wichtigen Arbeiten zählen Dachsanierung, Heizung, Wasser/Abwasser und Strom. Wenn diese Arbeiten erledigt sind, können Sie eventuell auch einziehen, solange noch nichts weiter gemacht ist. Dann sollten Sie ehrlich entscheiden, was Sie selber können. Eventuell sind Sie passionierter Heimwerker, und können beispielsweise als erstes das Bad einbauen. Damit ist schon allerhand gewonnen. Wenn dann als nächstes die Küche drankommt, ist schon wieder ein fast normales Leben möglich. Die Renovierung der anderen Räume kann dann Stück für Stück erfolgen, wobei Unwichtiges wie Flure, Treppenhaus, Außenanlagen und dergleichen erst einmal zurückgestellt werden sollten. Diese Dinge sind auch später noch möglich, da sie nur der Schönheit dienen, und zum wohnen nicht benötigt werden.

Sollte das Geld knapp sein, überlegen Sie, wo sparen keine weitreichenden Konsequenzen hat. Zum Beispiel sollte das nicht bei Installationen oder Fußbodensanierungen der Fall sein. Aber beispielsweise kann man in allen Zimmern erst mal alte Lampen wieder aufhängen, auch wenn diese nicht zur Einrichtung passen. Malern lohnt auf alle Fälle selbst zu machen, und mit etwas Geschick und Übung ist das auch kein Problem.  Auch Auslegeware oder Laminat verlegen hat man schnell gelernt. Vielleicht kann man auch die Gardinen aus der alten Wohnung umändern, und zunächst noch verwenden. Wenn alle in der Familie sich darüber einig sind, dass das neue Domizil zeitlich wie finanziell Vorrang hat, und alle mit anpacken, werden Sie schnell Freude an der neuen Wohnung haben.

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