Der richtige Schutz für die Gartenmöbel
Die meisten Terrassen und Gärten sind mit vielerlei Holzprodukten ausgestattet. Ob nun Gartenstühle oder Tische, Spielgeräte oder Hochbeete, Zäune oder Wintergärten; Holz ist der bestimmende Werkstoff. Doch so attraktiv dieses Material sein mag, so empfindlich ist es auch. Feucht-warme Bedingungen lassen holzschädliche Pilze entstehen.
Die genaue Empfindlichkeit kann von Holzmaterial zu Holzmaterial verschieden sein. Teak stammt aus den Tropen, besitzt eine dichte Faserstruktur und lagert Substanzen zur Abwehrung von Schadpilzen ab. Die Besitzer der Teakmöbel müssen sich also keine großen Sorgen machen. Ganz anders sieht es bei den heimischen Holzarten wie Robinie, Douglasie und Lärche aus, die äußerst empfindlich sind.
Glücklicherweise gibt es verschiedene Verfahren, um diese Holzsorten haltbarer zu machen. So zum Beispiel die Kesseldruck-Imprägnierug. Bei diesem traditionellen Konservierungsverfahren für unsere heimischen Holzsorten wird ein Holzschutzmittel unter hohem Druck in die Fasern des Holzes gepresst. Aber Achtung: Nicht alle Holzarten eignen sich für diese Methode. Während Kiefernholz das Schutzmittel gut aufnimmt, sieht die Situation bei der Fichte und der Tanne gänzlich anders aus.
Eine weitere beliebte Variante, die sogenannte Thermobehandlung, stammt aus der Steinzeit. So haben bereits die Urzeitmenschen ihre Holzwaffen und -Werkzeuge im Feuer gehärtet. In Skandinavien wurde diese Methode weiter entwickelt: Mittlerweile wird das zugeschnittene und getrocknete Holz bis zu drei Tage in einer Kammer mit geringem Sauerstoffgehalt unter der Zufuhr von Wasserstoff erhitzt. Temperaturen von 210 Grad Celsius werden dabei erreicht. Gerade das Buchenholz reagiert auf diese Methode positiv.
Ein weiteres Verfahren, die Wachsstärkung, wurde erst vor zwei Jahren entwickelt. Dabei werden heimische Hölzer in großen Druckbehältern mit heißem Kerzenwachs (mehr als 100 Grad Celsius) durchdrängt. So verdrängt das heiße Wachs das Wasser und füllt jede Zelle aus. Insbesondere Kieferholz und Fichtenholz sind für diese Methode geeignet.

20. November 2010 






