Mieten in Düsseldorf steigen weiterhin
Im vergangenen Jahr sind die Mieten für Wohnungen in Düsseldorf weiter gestiegen. Auch in diesem Jahr scheint keine Trendwende in Sicht, wie eine Umfrage des Düsseldorfer Bezirksverbandes vom Ring Deutscher Makler ergab.
Im Jahre 2011 stieg die Nachfrage nach Immobilien in der Region Düsseldorf noch einmal um 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Prognose für 2012 fällt ähnlich aus. Obwohl die Vorhersage für die Wirtschaft eher negativ ist, rechnen die Immobilienmakler bei den Kaufpreisen mit einem Anstieg um bis zu zehn Prozent, während die Mietpreise für eine Wohnung in Düsseldorf um drei bis acht Prozent steigen werden. Die Quelle dieser Aussagen ist eine Umfrage vom Ring Deutscher Makler (RDM), Bezirksverband Düsseldorf, die Ende des Jahres unter den 129 Mitgliedern durchgeführt wurde.
Man verzeichnete laut dieser Umfrage eine um zehn Prozent höhere Nachfrage bei Immobilien als noch im Jahr 2010. Das gaben zumindest 47 Prozent der Mitglieder an. Über einen Anstieg der Immobiliennachfrage um 20 Prozent freuten sich 27 Prozent. Keine Veränderung bemerkten dagegen 26 Prozent – diese befragten Makler haben ihr Tätigkeitsfeld in der Umgebung von Düsseldorf, in den Gegenden von Neuss, Willich, Viersen, Meerbusch und Mönchengladbach, und bilden eher die Ausnahme. Die direkt in Düsseldorf ansässigen Makler erlebten fast alle einen steigenden Zuspruch.
Eigentumswohnungen auf der Wunschliste ganz oben
Auf der Wunschliste der Immobilienkäufer stehen Eigentumswohnungen zur Selbstnutzung mit einem Anteil von 75 Prozent ganz oben. Auf Platz Zwei mit 68 Prozent stehen die Einfamilienhäuser. Mit 47 Prozent können vermietete Mehrfamilienhäuser Platz Drei für sich verbuchen. Bei 37 Prozent der Anfragen im Maklerbüro ging es nur darum, überhaupt eine Immobilie zu erwerben. Welcher Art diese war, war für den Interessenten uninteressant. Hier waren eher Fragen wie Lage, Zustand und Mietertrag wichtig. Als Grund zur Investition in Immobilien gab RDM-Vorsitzender Jörg Schnorrenberger die Angst der Menschen vor der steigenden Inflation im Zusammenhang mit der Euro-Krise an. Immobilien sind risikoarm und stabil und deshalb für Investoren sehr attraktiv.
Zu den Folgen des herrschenden Immobilienbooms befragt, sehen 68 Prozent keinerlei Gefahren. 17 Prozent allerdings haben Bedenken, da sich viele Menschen ohne Fachwissen eine Immobilie anschaffen und dabei nicht die zukünftig anfallenden Kosten der Instandhaltung oder eventuelle finanzielle Risiken durch Mietausfälle beachten. Weiterhin wird beklagt, dass Haushalte mit mittleren Einkommen kaum noch die Chance zum Finden von bezahlbarem Wohnraum erhalten.
Der Run auf die Immobilien wirkte sich ebenfalls auf den Arbeitsmarkt aus. Nach der Umfrage wurden bei 32 Prozent der Unternehmen neue Mitarbeiter eingestellt, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden. Zehn Prozent möchten gerne einstellen, haben aber bisher kein passendes Personal gefunden. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) bewältigen das erhöhte Arbeitspensum mit den vorhandenen Mitarbeitern.

6. Januar 2012 






